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Der Hopfenbach mit dem „Hopfenbacheinfall“

Aktualisiert: 7. Aug. 2023

Ein Beitrag von Peter Forstner vom Bund Naturschutz Ortsgruppe Abensberg


Der Bach entspringt südöstlich von Bachl und durchfließt u.a. ein größeres Waldgebiet in Richtung Abensberg. Der Bachlauf ist hier mit seinen Auflichtungen landschaftlich sehr reizvoll und ist Lebensraum für die verschiedensten Tiere und Pflanzen. Seine heimatkundliche und geologische Bedeutung erhält er hauptsächlich durch den sogenannten „Hopfenbacheinfall“. Östlich von Abensberg erreicht der Bach den verkarstungsfähigen Malmkalk der südlichen Frankenalb und versickert dort in einer Doline bzw. staut sich bei starken Wasseranfall (Starkregen) zu einer größeren Seefläche auf. Neben den einhergehenden Bodeneinschwemmungen (Bodenerosion) ist der Hopfenbach zudem mit und einem hohen Eintrag von Nähr- und Schadstoffen belastet. Deshalb haben die Gewässerrandstreifen, wie sie seit 2019 gelten, gerade am Hopfenbach eine besondere Bedeutung und müssen dringend umgesetzt und eingehalten werden (siehe Gewässerrandstreifen). Darüber hinaus sollten zukünftig alle weiteren Belastungen vermieden werden, da die Grundwasserströme in diesem Bereich (Trinkwassergewinnung Offenstetten, Baiern!) in Richtung Donau fließen.

Es ist selbsterklärend, dass dieses hochsensible Fleckchen Natur durch den

Bau der zwei Logistikhallen nachhaltig gefährdet wird und somit ein großes

Risiko für das Trinkwasser entsteht.



Die Saga von der Hopfenbach – Lena Die Geschichte, die man sich erzählt, geht folgendermaßen: An der Stelle an der der Hopfenbach einfällt, stand gemäß der Sage einmal ein großer Bauernhof. Die Lena und ihre zwei Töchter bewirtschafteten diesen. Obwohl sie sehr reich waren, stahlen sie vor der Ernte die Ährenbüschel von den Feldern der benachbarten Bauern. Als sie dies wieder einmal während eines schweren Gewitters taten, schlug der Blitz in den Hof ein und versenkte diesen im Boden. Seitdem müssen die Lena und ihre Töchter „weizen“, sprich als Geister in der Gegend umherwandern.




Bei dieser Darstellung ist erkennbar, dass das Amazon Gelände

nur einen Steinwurf vom Hopfenbach entfernt ist.

Somit ist ein weiteres hochkarätiges Argument zur Verhinderung

des Logistikparks gegeben.




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